1 Jahr Portow.de
27. Oktober 2007Laut BlogBirthday ist es heute soweit. Das Portow-Blog ist heute ein Jahr alt geworden.
Na dann Prost!
Laut BlogBirthday ist es heute soweit. Das Portow-Blog ist heute ein Jahr alt geworden.
Na dann Prost!
Am 6. Oktober, ein paar Tage früher als im letzten Jahr, fanden sich die üblichen Verdächtigen auf dem Rudower Weinfeld ein, um die verbliebenen Früchte zu lesen. Ein 60-Liter Fass konnte gefüllt werden und beginnt nun mit der Gärung. Dabei wurden aufgrund der ohnehin schon geringen Ausbeute Rot- und Weißweintrauben gemischt. Der Anteil des Weißweins lag bei geschätzten 15 Prozent.
Der Süßegrad betrug betrübliche 74° Öchsle, die wir mit den üblichen Verfahren noch zu verbessern gedenken.
Indes bleibt das Schicksal des 2006er Jahrgangs weiterhin ungeklärt.
Weitere Fotos werden bei Gelegenheit nachgereicht.
Ein kurzer Besuch des Weinfeldes Ende Juni lässt auf eine ertragreiche Ernte schließen. Obwohl ein Teil der Trauben bereits weggeschnitten wurde, haben die Reben viel Last zu tragen. Eine weitere Auslese wird erforderlich sein.
Außerdem haben wir das ca. 35 Liter fassende Holzfass nach Rudow geschafft und werden einen Teil des 2006er Weins darin weiter reifen lassen. Erst später wollen wir entscheiden, was wir mit dem Vorrat anfangen wollen: Zu Port verarbeiten, abfüllen, wie er ist oder als Basis-Reserve für 2007 verwenden.
»Es dauert sehr sehr lange bis man ein echter Kenner deutscher Weine geworden ist, aber es ist eine wundervolle Zeit!«
Ralf

Jean-Antoine Chaptal, der Comte von Chanteloup (1756 bis 1832) war als Innenminister Napoleons auch mit Fragen der Landwirtschaft und damit des Weinbaus betraut. In dieser Eigenschaft ist er mit dem Aufruf an seine Winzer, sie mögen die Sonne aus den Säcken nehmen, wenn sie nicht vom Himmel komme, in die Geschichte eingegangen. Die gängige Methode der Mostverbesserung durch Trockenzuckerung wird heute weitwelt euphemisch Chaptalisierung genannt.
Auch unser Wein steht in dieser großen Tradition französischer Weinbereitungsverfahren.
Nach eingehender Beratung im Weinbedarfsgeschäft und der Lektüre diverser Quellen haben wir beschlossen, die Produktion nicht von Anfang an auf Portwein auszurichten (das kann man wohl später auch noch entscheiden), sondern zunächst den normalen Weinausbau zu probieren. Zudem sparen wir uns damit erstmal auch rund 200 Euro Kosten für den notwendigen Weingeist.
Auf jeden Fall war es heute längst überfällig, den Wein abzuziehen und von der Maische zu trennen. Das ging erstaunlich einfach und förderte etwa 65 Liter zutage, die wir geschwefelt haben und die nun in Glasballons ruhen. Das Schwefeln dient der Abtötung der übrig gebliebenen Hefekulturen und sorgt so dafür, das die weitere Gärung gestoppt wird.
Da wir das Abziehen des Weines leider recht spät vorgenommen haben, hat unser Wein nun praktisch keine Süße mehr. Hier müssen wir zu gegebener Zeit wohl etwas nachbessern, sonst wird das Resultat zu trocken. Das kann aber noch warten.
Unser Wein wird nun ein paar Wochen bei etwa 15°C weiter reifen. Möglicherweise müssen wir ihn später nochmal vom sich dann abgesetzten Trub befreien.
Es blubbert gewaltig. Und schon nach 12 Tagen hat sich das Mostgewicht auf etwa 35° Öchsle reduziert.
Der Gärungsprozess wird damit wohl bald von selbst beendet sein.
In den nächsten Tagen werden wir durch das Hinzufügen einer nicht unerheblichen Menge Alkohols dafür sorgen, dass die Hefekulturen absterben.
Am letzten Samstag (21. Oktober) fand die diesjährige Weinlese in Rudow statt. Bei sonnigem Wetter und Temperaturen um 25°C fanden sich zahlreiche Helfer ein und ernteten gut 100 Liter Most bei amtlichen 103 Grad Öchsle, was auf einen guten Tropfen hoffen lässt.
Ein paar Impressionen:
Außerdem wurde der Ertrag der vergangenen Jahre in Form des Portow 2001 verteilt, der sich als Cuvée verschiedener Jahrgänge präsentiert.
Willkommen auf dem Portow-Blog!
Der Name Portow setzt sich zusammen aus Portwein und Rudow und steht damit sowohl für das Produkt als auch für dessen Herkunft. Ein kleiner Rückblick auf die Geschichte des Projektes befindet sich unter »Wie alles begann«.
Wie es weiter geht, soll in diesem Blog dokumentiert werden.